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Wenn man es schon mit den Schnäppchenjägern, Feilschern und Rabattjägern so schwer hat, sagt sich der Möbelhandel, dann soll wenigstens die Möbelkäufer-Generation „50 plus“ herhalten. Sie ist hoffentlich nicht so preisgeil und hat alles, was das Möbel verkaufen schön macht: Geld, Zeit und Lust. Da haben doch die Möbel-Marketing-Strategen etwas Tolles entdeckt, nicht wahr?

Und schon werden Sie, die Senioren (Best Ager), zu Marketingzwecken kategorisiert, typisiert – und alles richtig schön englisch

  • Master Consumer: 50-59 Jahre, ausgabefreudig, aktiv, beweglich, erlebnisorientiert.
  • Maintainer: 60-69 Jahre, finanziell abgesichert, genießt Status Quo.
  • Simplifier: 70 Jahre und älter, zurückgezogen lebend, traditionell, konservativ.

Außerdem gibt es da noch den silberhaarigen Urban Villager, den Landbewohner, der Landhäuser mit Rosengärten liebt, Geländewagen fährt sowie iMacs und Laptops benutzt, über die er online seinen Kontostand ansieht. Laptop? Ja, dann werden sie auch mich bald im Internet gefunden haben. Ich bin übrigens ein 60 plus.

Was will der Möbelhandel den Senioren bzw. Best Agern nun bieten? Ich meine, mit welchen besonderen Möbeln will er uns reizen?

Im Grunde genommen mit nichts, was es bisher nicht schon gab und Jung und Alt gleichermaßen interessiert: Ausgefeilte Ergonomie beim Sitzen und Liegen, leichte Beweglichkeit der Funktionsteile, leichte Zugänglichkeit der Stauräume mit raffinierten Funktionseinheiten.

Ein spezieller Möbelstil für Best Ager existiert also nicht. Ich glaube, das wollen wir auch gar nicht. Wenn einer auf die Idee käme, uns mit Möbeln alt zu machen, dem würden wir was husten.

Das hat der Möbelhandel durchaus erkannt. Auf den Möbelfotos posieren immer häufiger Omas und Opas. Zuerst die Gefühls- und Erlebniswelt der Best Ager ansprechen, die Möbel kommen später. Ich will hier nicht die ganze Marketingmasche herunterleiern. Wir werden ihr so oder so bald begegnen.

Eine Marketingregel aber hat mich besonders belustigt. Sie lautet: Verwenden Sie nie den Begriff Senioren. Er diskriminiert und Sie werden verlieren, statt zu gewinnen. Ob wir tatsächlich so empfänglich dafür sind, dass man uns Brei um den Mund schmiert?