In diesen Tagen verstopfen sie wieder massenhaft Briefkästen und Zeitungsrohre: Die Werbeprospekte der Möbelhäuser. Vollmundig versprechen sie den Möbel- und Küchenkäufern fantastisch hohe Rabatte und kündigen von immensen Preisvorteilen.

Heinz G. GüntherOlaf GüntherDie Autoren: Die Möbel-Experten Heinz G. und Olaf Günther, bekannt aus über 30 TV-Reportagen in RTL, SAT1 und ARD.

Was von solchen Werbesprüchen zu halten ist, predige ich hier bereits seit mehr als 16 Jahren: Nichts.

In jüngster Zeit scheint die Rabatt-Abzocke aber immer dreistere Formen angenommen zu haben, sodass nun bei der „Zentrale zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs“ (kurz: Wettbewerbszentrale), 61348 Bad Homburg, die Alarmglocken läuteten.

In einer Pressemeldung vom 20.12.2016 teilt die Selbstkontrollinstitution der Deutschen Wirtschaft mit: Gegenwärtig gehe man gegen mehre Möbelhändler mit Unterlassungsklagen wegen irreführender und intransparenter Preisaktionen gerichtlich vor.

Explizit genannt wurden die Branchenriesen Möbel Finke, POCO, Möbel Segmüller und Dänisches Bettenlager. Gegen weitere Händler werde die Einreichung von Unterlassungsklagen geprüft.

Die Wettbewerbszentrale hatte 3 Monate lang die Werbung von 20 Möbelhändlern (stationärer Handel und Onlinehandel) genauestens unter die Lupe genommen. Dabei zeigte sich, dass 90% der Händler wettbewerbswidrig warben. Insgesamt prüften die Wettbewerbshüter 244 Werbemaßnahmen und stellten dabei sage und schreibe 266 (!) einzelne Rechtsverstöße fest.

Heinz G. GüntherTV-Möbelexperte Heinz G. Günther warnt vor Abzocke: "Kaufen Sie keine Möbel, bevor Sie nicht diesen Bericht gelesen haben!"

Vielfach bemängelt wurden unter anderem

  • Mondpreise – die durchgestrichenen Preise, auf die sich die Prozente bezogen, hat es vorher nie gegeben. In anderen Fällen war das mit Rabatt beworbene Möbelstück überhaupt nicht reduziert, sondern schon länger zu diesem Preis erhältlich.
  • Versteckte Ausnahmen – per Sternchenverweis auf das Kleingedruckte wurden jede Menge Möbelstücke von der Aktion ausgeschlossen. Krassester Fall: Sämtliche Produkte im Prospekt waren ausgenommen, also Rabatt auf nichts.
  • Versteckte Zusatzkosten – zwangsläufig mit anfallende Kosten waren nicht angegeben oder ein falscher Komplettpreis wurde genannt.

Und nun?

Wird Daniela Katzenbergers süßes „20% auf alles“ bald nicht mehr zu hören sein? Oder gibt es den „25% Jahreswechsel-Zusatzrabatt“ heuer das letzte Mal?

Wohl kaum. Denn die Rabattwerbung ist nach wie vor das effektivste Mittel, dem Möbelkäufer eine (vor)schnelle Unterschrift zu entlocken und die Kassen mächtig klingeln zu lassen. Und das Beste dabei: Sie findet immer wieder neue Opfer.

Ich bin mir daher sicher, dass die Marketing-Strategen nicht nur der angeprangerten Möbelhändler längst daran arbeiten, wie die Prozent-Köder in Zukunft rechtssicher auszulegen sind.

Der clevere Möbelkäufer allerdings hat mit Rabatten und Prozenten überhaupt nichts am Hut. Der geht nämlich nach dem erfolgserprobten 5-Schritte-Möbeldeal vor und sichert sich sein Wunschmöbelstück tatsächlich zum besten Preis. Mehr zum cleveren 5-Schritte-Möbeldeal lesen Sie in Clever Möbel kaufen.


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