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Ich erhielt eine längere Mail:

Es scheint eine Art Ironie des Schicksals zu sein, dass ich ausgerechnet von der Internetseite der Firma, mit der ich Probleme habe, durch einen Link zu der Ihrigen geführt wurde und somit auf Ihr Buch aufmerksam geworden bin und es mir zulegte. Zu diesem Werk gratuliere ich nachträglich herzlich!

Ausgerechnet mit diesem Händler erlebe ich genau das, was Sie in Ihrem Buch Clever Möbel kaufen so schön offen gelegt haben (hier speziell: extreme Lieferverzögerung mit horrender Anzahlung) und ich bin in der Zwischenzeit mehr als ratlos. Da Sie in Ihrem Buch wie auch auf Ihrer Internetseite jede/n Leser/in dazu ermutigen, Ihnen Fallbeispiele mitzuteilen, möchte ich das hiermit stichwortartig tun:

Im April 2006 während Recherchen nach Bambusmöbeln bei eBay auf diesen Händler als ökologischen Anbieter von Bambusbetten etc. aufmerksam geworden; genießt, gemessen an den Bewertungen, einen hervorragenden Ruf.

23. bzw. 26. April 2006: Kontaktaufnahme meinerseits; räumlich bedingt ist meine evtl. Bestellung nur als Sonderanfertigung möglich; diese wird angeboten mit 50% Anzahlung und voraussichtlichem Liefertermin im August 2006 zum Preis von 349,00 € frei Haus.

28. April 2006: Meine E-Mail-Nachfrage, ob sich an der extrem langen Lieferzeit etwas drehen ließe – keine Reaktion.

ca. 30. April 2006: Daher telefonische Nachfrage, erreiche Geschäftsmitinhaber, der die lange Lieferzeit der Bambusmöbel erklärt (Herstellung in Indonesien, Transport nach Deutschland per Schiff); [Auszug FAQ-Liste auf Homepage: „Wie lange muss ich auf meine Bambusmöbel warten? Antwort: Die Auslieferung erfolgt innerhalb von 2-5 Werktagen. Leider gelingt es nicht immer, jeden Artikel vorrätig zu halten, so dass eine maximale Lieferzeit von 3 Monaten möglich ist.“]

7. Mai 2006: Nehme Angebot an (Bettgestell und Auflage Lattenrost – Gesamt: 388,00 €) per E-Mail inkl. Übermittlung aller meiner Kontaktdaten sowie Bitte um Auftragsbestätigung per PDF – die kam plötzlich umgehend.

9. Mai 2006: Meine Überweisung der 50%-igen Anzahlung in Höhe von 194,00 €.

9. Juli 2006: Nach langer Zeit der Stille Bitte per E-Mail um Eingangsbestätigung des Betrages mit Hinweis auf hohe Anzahlung ohne jegliche Vorleistung – Null Reaktion.

15. Juli 2006: Daher telefonische Nachfrage, erreiche einen Lagermitarbeiter: „Sobald Lieferung der Bambusmöbel eingegangen, melden wir uns.“

23. August 2006: Telefonische Nachfrage, wo die Lieferung bleibt; Antwort: „Rechnen Ende August mit Lieferung, sobald eingegangen, melden wir uns.“

4. September 2006: Weder Mitteilung noch Lieferung der Bambusmöbel erfolgt, daher telefonische Nachfrage. Antwort: „Oh, hatten wir kürzlich telefoniert? Ja, habe mich versprochen; meinte nicht Ende August, sondern Ende September. Sobald eingegangen, melden wir uns.“ Es täte ihm Leid, er verstehe meinen Ärger, bezieht sich auf höhere Gewalt (Erdbeben in Indonesien, wo das Bett hergestellt wird). Bietet als Entschädigung „Bambusdekoration“ zusätzlich zur Lieferung an.

6. Oktober 2006: Wiederum weder Mitteilung noch Lieferung erfolgt, erneute telefonische Nachfrage (mit Gesprächszeugen); Antwort: „Lieferung erste Novemberwoche, Schiff träfe am 28. Oktober 2006 ein. Sobald eingegangen, melden wir uns.“ Stelle die Frage, was er mir Anfang November (da ich kaum noch mit Lieferung rechne) erzählen möchte. Er wiederholt seine Aussage, ich weise auf Gesprächszeugen hin sowie, dass er in den nächsten Tagen von mir hören wird.

Nach wie vor bin ich natürlich sehr an diesem Bett interessiert, was mir allerdings wenig nützt, wenn ich es einfach nicht bekomme, und ich bin endlos entnervt von diesem Unternehmen. Denkbar wäre ein Einschreiben/Rückschein, in dem ich als Entschädigung für Aufwand wegen verdoppelter Lieferzeit (6 Monate!) usw. einen Preisnachlass von 25% fordere sowie eine letzte Frist (11. November 2006, 20:00 Uhr) setze. Danach keine Annahme mehr und Rückforderung der Anzahlung (ggf. juristisch durchzusetzen). Allerdings, ich hätte die Bambusmöbel schon wirklich gern.

Was halten Sie von der Verfahrensweise? Ich wäre Ihnen ausgesprochen dankbar, wenn Sie mir den einen oder anderen zusätzlichen Ratschlag geben könnten.

 

Ich antwortete:

„Hallo, ich würde durch Telefonate weiter ständig nerven, bis die Bambusmöbel da sind. Wobei ich mir bewusst bin, dass es erst im nächsten Jahr sein könnte. Wenn ich es dann habe, würde ich nichts mehr zahlen, weil der Restbetrag mein Schadenersatz ist. Also: Bis zur Lieferung keinen Schriftverkehr. Nach der Lieferung nur noch Schriftverkehr.“

 

Daraufhin mailte der Leser zurück:

Das ist m. E. in der Theorie sicher kein schlechter Vorschlag, nur frage ich mich, wie das in der Praxis realisierbar sein soll. Der Händler wird kaum so dumm sein, mir die Bambusmöbel in die Wohnung stellen zu lassen, ohne sich vorher über den Erhalt des Restbetrages abzusichern. Sei es über Vorauskasse oder Nachnahme bzw. Zahlung gegenüber dem Lieferanten, wie sie es in ihren AGBs festgeschrieben haben. Erhalten sie das Geld nicht, behalten sie die Ware eben solange, bis sie es haben. Viele Grüße.

 

Ich war baff und ärgerte mich ein wenig. Deshalb fiel meine Antwort vielleicht etwas barsch aus:

„Hallo, woher soll ich wissen, was alles in Ihrem Kaufvertrag steht? Ich kann nur antworten auf den Sachverhalt, den Sie mir schildern. Was ich jetzt zusätzlich erfahren darf, ist: Sie haben praktisch Vorkasse vereinbart, zahlbar in 2 Teilbeträgen. Dann schreiben Sie eben, wie Sie selbst es bereits vorgesehen haben. Ich denke inzwischen, dass Ihre Sache dem Grunde nach zu einer Rechtsfrage werden wird. Zur Rechtsberatung bin ich aber nicht befugt. Tut mir leid.“

 

Hinweis: Ich führe keine Rechtsberatung durch. Ich gebe hier nur meine Sicht der Dinge wieder.

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