Zukunftsforscher verkünden es: Der Konsument des 21. Jahrhunderts lernt viel schneller, als es die Vordenker und Strategen in Politik, Verbänden und Unternehmen meinen.

Heinz G. GüntherOlaf GüntherDie Autoren: Die Möbel-Experten Heinz G. und Olaf Günther, bekannt aus über 30 TV-Reportagen in RTL, SAT1 und ARD.

Das Zukunftsinstitut Kelkheim kommt nämlich in seiner neuen Studie „Consumer Trends 2005“ zu der Erkenntnis, dass der Verbraucher inzwischen weiß, wie Marktwirtschaft funktioniert und gerade dabei ist zu begreifen, dass er am längeren Hebel sitzt. Dies sei an einer Reihe von Trends abzulesen, siehe www.zukunftsinstitut.de.

Ach wirklich?

Sollte einer der Trends etwa sein, dass immer mehr Möbelkäufer sich unsere Ratschläge aus Clever Möbel kaufen und Clever Küchen kaufen zu eigen machen und den Händlern mit viel Hintergrundwissen gegenübertreten?

Die Zukunftsforscher belassen es nicht bei ihrer Erkenntnis, sie bieten auch Ratschläge, wie die Geschäftswelt sich die Trends zunutze machen kann. Es gibt natürlich Leute, die sich den Trends verschließen und die Möbelkäufer nach wie vor für Deppen halten. Mir hat so jemand geschrieben:

(…) nach kurzem überfliegen Ihrer Homepage möchte ich folgendes loswerden: Es ist sicherlich nichts dagegen einzuwenden, den Menschen Tipps zu geben, wie man beim Möbelkauf gute Qualität zu einem günstigen und fairen Preis bekommen kann. Es ist aber einfach nur dumm, diese Tipps mit Anleitungen zur gnadenlosen Rabattjagd zu verbinden.

Wenn Sie ein so erfahrener Experte der Möbelbranche sind, wissen Sie wohl, wie es um große Teile dieser Branche momentan steht, und dass bald jeder Möbelhändler seine Preise künstlich hochkalkuliert, nur um später den Rabattvorstellungen der Kunden entsprechen zu können.

Schuld an dieser Praxis sind einzig die Verbraucher selbst und profilierungswütige sogenannte Branchenkenner wie Sie. Irgendwann, wenn es in Deutschland nur noch eine Hand voll großer Möbelhändler gibt, die ihre Preise nach Lust und Laune gestalten können, weil alle anderen den Preiskampf verloren haben und wir alle die gleiche Wohnwand von Wöstmann Möbel kaufen müssen, wird vielleicht auch der letzte Depp verstehen, dass man Qualität, Service und kompetente Beratung nicht geschenkt bekommt.

Aber wenn Sie in Ihrem Job gut gewesen wären, müssten Sie wohl heute nicht so ein hirnloses Buch schreiben.

 

Der Wortlaut des Schreibens deutet darauf hin, dass es von einem frustrierten Möbelhändler stammt, wenn er sich als solcher auch nicht geoutet hat.

Ich möchte mir jeden Kommentar dazu versagen, zumal mein Kritiker das Buch gar nicht gelesen hat, wie er selbst eingesteht. Außerdem müsste ihm zuerst das Funktionieren der Marktwirtschaft erklärt werden. Die Mühe wäre wahrscheinlich vergebens.

Ich möchte das Thema lieber zum Anlass nehmen, einen Aufruf zu starten. Allerdings nicht im Jargon des Briefeschreibers. Denn dann müsste es heißen: „Auf ihr Deppen, lasst uns weiter Trend machen.“

Nein. Ich rufe: „Auf ihr cleveren Möbelkäufer, lasst uns weiter Trend machen!“

Heinz G. GüntherTV-Möbelexperte Heinz G. Günther warnt vor Abzocke: "Kaufen Sie keine Möbel, bevor Sie nicht diesen Bericht gelesen haben!"


Clever Möbel kaufen
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