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Die Fahne hoch? Nein, ich bin bestimmt kein Extremist, weder ein rechter, noch ein linker oder sonst wie einer. Aber dennoch reiße ich heute gerne extrem eine Fahne hoch. Es ist die Qualitätsfahne.

Ich fühle mich dringend dazu aufgefordert. Und das ausgerechnet durch die charmante Chefin eines Möbelhauses. Sie drohte mir mit erhobenem Zeigefinger und meinte, wenn auch freundlich lächelnd: „Sie tun vielen Möbelhändlern unrecht. Bei Ihren Möbel-Tipps sollten Sie mehr auf die Qualitätsunterschiede eingehen.“ – „Das mache ich doch dauernd“, wollte ich erwidern. Aber ich verkniff es mir und hörte mir erst einmal an, was sie sonst noch zu sagen hatte.

Sie redete ganz unverblümt über Brancheninterna: „Immer stärker wird doch der Trend“, sagte sie, „gut gehende Modelle, egal ob Kastenmöbel oder Polstermöbel, preiswert im Osten nachbauen zu lassen. Modell AA sieht dann aus wie Modell A. Und der Preis ist auch gleich. Dem Endkunden ist es fast unmöglich, zwischen Original und Nachbau zu unterscheiden. Ich glaube kaum, dass Sie mir da widersprechen wollen.“

Nein, das wollte ich keinesfalls, denn diesen Schlamassel hatte ich ja schon vor mehr als 2 Jahren im Beitrag Fake: Wie bei Rolex so bei Möbeln auf die Schippe genommen. Da ich immer noch stumm blieb, nahm sie die Gelegenheit wahr, mir so etwas wie ein Paradigma aufzudrücken:

„Wichtig beim Kauf eines jeden Produktes ist doch das Preis-Leistungs-Verhältnis, welches im Übrigen auch den Service eines Hauses mit umfasst. Wollen Sie mir etwa jetzt widersprechen?“

„Ja“, raffte ich mich auf, „aber nur insofern, als ich mich frage, wie man bei Möbeln den Preis und die Leistung in ein Verhältnis bringen kann. Ist es nicht so, dass der Preis durch sogenannte Aktionen gerne vernebelt wird? Und was die Leistung, also das zu liefernde Produkt anbelangt, haben Sie eben selbst bekundet, dass es oft getürkt ist?“

Dann fuhr ich fort: „Genau da setze ich an. Ich bin sicher, dass inzwischen immer mehr Möbelkäufer trotz Vernebelung wissen, auf welchen Möbelpreis sie zusteuern können. Und auch die Möbelqualität ist für sie kein Geheimnis mehr. Darf ich Sie fragen, ob Sie meinen Möbelratgeber gelesen haben?“

„Nein“, sagte sie, „ich lese aber Ihre News bzw. Newsletter schon seit einiger Zeit.“

„Das ist nur die halbe Treppe“, entgegnete ich, „denn ausschließlich im Möbelratgeber habe ich beschrieben, wie man als Laie die Möbelqualität prüfen und verstehen kann.“

Viele meiner Leser haben das inzwischen verinnerlicht. Einer sagte es mir neulich am Telefon ganz deutlich:

„In der 1. Auflage Ihres Buches (Jahr 2000) werden die Erpo Polstermöbel als Mittelklasse und die von Rolf Benz als Oberklasse beschrieben. Gilt das immer noch? Unter Zuhilfenahme der in Ihrem Buch beschriebenen Prüfungsmaßnahmen konnten wir heute keinen Unterschied in der Qualität der beiden Produkte feststellen.“

Ich ebenfalls nicht mehr. Ich vollzog es nach anhand der Qualitätstests, die nun schon in der 6. Auflage unseres Ratgebers Clever Möbel kaufen laufen. So konnten mein Kunde und ich in einem speziellen Falle die eine Größe beim Preis-Leistungs-Verhältnis durchschaubar machen, nämlich die Leistung. Deshalb: Für meine Qualitätstests halte ich auch weiterhin die Fahne hoch.