Elektrosmog bei Wasserbetten?

Herr Albert Lässle stellte mir eine interessante Frage:

Heinz G. GüntherOlaf GüntherDie Autoren: Die Möbel-Experten Heinz G. und Olaf Günther, bekannt aus über 30 TV-Reportagen in RTL, SAT1 und ARD.

„Betreff: Elektrosmog bei Wasserbetten?

Wir interessieren uns seit längerem für ein Wasserbett. Ich habe mich bei allen möglichen Quellen umgehört, aber leider noch nichts zum Thema Magnetfeld gefunden.

Immerhin liegt man auf der elektrisch betriebenen Heizung und auch wenn ich es übertrieben finde, dass manche Leute die Stromversorgung im Schlafzimmer komplett abschalten, gibt es doch zu denken, wenn der Strom praktisch ständig unter dem Körper durchfließt. Wäre nett, wenn Sie zu diesem Thema etwas wüssten.“

Meine Antwort:

„Hallo Herr Lässle, tatsächlich sind auch mir Veröffentlichungen über gesundheitsgefährdende Wirkungen elektromagnetischer Felder (Elektrosmog) bei Wasserbetten bisher nicht bekannt geworden.

Man kann aber sicher die allgemeinen Erkenntnisse über den Elektrosmog heranziehen. Denn Elektrosmog entsteht überall dort, wo elektrischer Strom fließt, also auch bei der elektrischen Beheizung von Wasserbetten. Es handelt sich um elektromagnetische Felder, die in hochfrequenter oder niederfrequenter Form auftreten. Man misst sie in Milliwatt pro Quadratzentimeter (mW/cm²) oder in Mikrotesla (mT).

Nun ist mir bekannt, dass bei strahlungsintensiven Elektrogeräten (Mikrowelle, Induktionsherd) für abstrahlende elektromagnetische Felder international ein Grenzwert von 6,25 mT gefordert wird. National hat der VDE einen Grenzwert von 5 mW/cm² festgelegt. Jenseits dieser Werte besteht die Gefahr, dass sich menschliches Gewebe von innen heraus erhitzt. Erwärmt es sich um mehr als 1 °Celsius, dann wird es gefährlich.

Die genannten Grenzwerte gelten für die unmittelbare Nähe der elektromagnetischen Strahlenquelle. Mit zunehmender Entfernung nimmt nämlich die Intensität rasch ab. Im Abstand von 30 cm sind es 90% weniger als an der Quelle. Bemerkenswert ist, dass in diesem Zusammenhang die Träger von Herzschrittmachern besonders gewarnt werden. Sie sollen sich mit ihrem Arzt beraten.

Ich glaube nicht, dass der von einer Wasserbettheizung ausgehende Elektrosmog intensiv genug ist, um solche Gefahren in sich zu bergen. Mein Glaube schön und gut. Besser wäre allerdings, man würde dies mit hochempfindlichen Messmethoden untersuchen. Man sollte Ihre Frage an das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) herantragen: www.bfs.de oder www.bmu.de. Um die Strahlung bei Handys hat man sich da ja auch gekümmert.“

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