Möbel Bonuspunkte und Payback: „Als unser Mitglied haben Sie gut lachen!“

So werben Selbsthilfe-Organisationen für Verbraucher. Einer davon ist der BSW Verbraucherservice, 95444 Bayreuth. Er gibt an, 600.000 Familien in Deutschland zu seinen Mitgliedern zu zählen.

Heinz G. GüntherOlaf GüntherDie Autoren: Die Möbel-Experten Heinz G. und Olaf Günther, bekannt aus über 30 TV-Reportagen in RTL, SAT1 und ARD.

„Geld zurück bis zu 6% bei der Anschaffung von Möbeln“ wird versprochen. Wohlgemerkt: Bis zu.

Man möge bei den Partnerfirmen wie dem Möbelhaus Wanninger (Straubing und Bad Kötzting), dem Online-Shop der XXXL Möbelhäuser oder dem Versender Quelle seinen Mitgliedsausweis (PlusCard) vorlegen, dann werde der Kaufbetrag automatisch erfasst und für die Gutschrift der so genannten Erfolgsbeteiligung berücksichtigt. Diese werde regelmäßig überwiesen – so einfach sei das.

Ja sicher ist das einfach:

Für den BSW: Denn hier bleibt einiges Geld hängen, von dem sich manche Leute tolle Gehälter finanzieren.

Für die Partnerfirmen: Weil sie den Umsatz der BSW-Gemeinde ohne Mühe auf sich bündeln. Und diese Gemeinde zahlt ohne Murren den (hohen) Listenpreis.

Der clevere Möbelkäufer lächelt milde. Den Listenpreis (oder unverbindlichen Ladenpreis) akzeptiert er sowieso nicht. Er hat durch den scharfen Preisvergleich schon längst einen Möbler ausfindig gemacht, der von sich aus weit darunter liegt. Und dann geht es erst richtig los.

Also 6% wären da ein äußerst schlappes Ergebnis. Aber selbst wenn, dann wäre zumindest kein Dritter mitgefüttert worden.

Selbstverständlich haben noch viele weitere Möbelriesen erkannt, wie das Geschäft durch Kundenbindung mittels Payback und Bonuspunkte gesteigert werden kann – auch ohne den BSW. Beispiele sind etwa die Bonuskarte von Höffner oder Möbel Kraft.

Heinz G. GüntherTV-Möbelexperte Heinz G. Günther warnt vor Abzocke: "Kaufen Sie keine Möbel, bevor Sie nicht diesen Bericht gelesen haben!"

Clever Möbel kaufen
TV-Möbelexperte Heinz G. Günther warnt vor Abzocke: „Kaufen Sie keine Möbel, bevor Sie nicht diesen Bericht gelesen haben!“